[Rezension] Yohna: Erdenkind - Asta Müller

Mai 05, 2016 Alisia Mikata 0 Comments



Droemer-Knaur |468 Seiten|TB: 12,99€ | ebook: 4,99€ |Amazon |


Beschreibung:



Der Kampf zwischen Herz und Verstand - Yohnas spannendes Abenteuer zwischen zwei Welten und inmitten von unzähligen Gefahren.


Yohna, eine Studentin aus Hamburg, traut keinem Mann mehr, seitdem sie von ihrem Exfreund betrogen wurde. Als der geheimnisvolle Creihdos in ihr Leben tritt, gibt es keinen Grund, ausgerechnet ihm zu glauben. Zumal seine Geschichte noch abenteuerlicher ist als all die Lügen zuvor. Creihdos behauptet ihr Beschützer zu sein, ein Mittler zwischen der Welt der Sterblichen und den leichtlebigen Göttern. Er warnt sie vor den Nexuss, einer fremden und brutalen Spezies, die heimlich unter den Menschen lebt und nach den verborgenen Töchtern der Götter sucht. Frauen wie Yohna. Alles Unsinn, sagt ihr Verstand, doch ihr Instinkt zweifelt. Als Creihdos durch ihre Schuld in einen Hinterhalt gerät, entschließt sie sich, den Köder für den Anführer der Nexuss zu spielen, um ihn zu rächen. Aber die Götter haben ihre eigenen, undurchsichtigen Pläne.


Romantisch-fantastische Spannung von Asta Müller! (Verlagsseite)


Meine Meinung:


Das Cover hat mich gleich angesprochen und auch der Klapptext klang vielversprechend. Vor allem aber gefällt mir die Farbgestaltung auf dem Cover. Der Titel ist schön in Szene gesetzt und schön mittig vom Cover gehalten. Was man gestaltungstechnisch nur sagen kann, ist, dass man vielleicht hätte schauen können, dass die Person etwas mehr in der Mitte ist, (mit dem Gesicht) aber das ist nur eine Kleinigkeit, was eigentlich nicht wirklich wichtig ist.

Um ehrlich zu sein, fällt es mir recht schwer eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Ich habe so viel davon erwartet und es klingt auch genau nach meinem Genre. Vor allem wollte ich auch mal mehr von Deutschen Autoren lesen, was ich eindeutig zu wenig tue. Dieses Buch schien Einstieg zu sein, nur leider war es ganz anders, als ich erwartet habe.
Von der Grundidee gefällt mir dieses Buch echt gut. Die Geschichte ist originell und wird nicht schnell langweilig.
Durch den Klapptext hat man eine gute Vorstellung, um was es in dem Buch ca geht, nur leider bin ich der Meinung, hier wurde es echt spannend gehalten (also den Klapptext).
An sich würde mir sicherlich das Buch gut gefallen nur habe ich eine solche Abneigung gegen die Hauptperson schon von den ersten paar Seiten aufgebaut, dass ich das Buch nicht richtig genießen konnte. Zum Glück hat sich die Sicht ab und an geändert und so hat man nicht nur aus ihrer, sondern auch von Darwin, Creihdos und Chattas Sicht lesen können (drei der Hauptpersonen). Es kamen viele Personen in diesem Buch vor, trotz allem konnte ich aber keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen. Sie wirkten einfach für mich niedergeschrieben und nicht lebendig. 
Da wären wir schon beim ersten Problem: der Schreibstil. An sich nicht schlecht nur ging es an den falschen Stellen zu schnell voran. Bei einem Fantasyroman, in der man eine fremde Welt, Wesen oder was auch immer trifft, braucht man Zeit und gute Erklärungen bzw. diese Findungsphase von der Hauptperson um sich selber zurechtzufinden. Diese wurde in diesem Buch komplett übersprungen. Ab da an hat meine Abneigung gegen die Hauptperson Yohna schon begonnen. 
An sich konnte ich mir alles gut vorstellen, was ich immer an einem Buch schätze. Abgesehen von den Personen, aber das macht großartig nichts, solange das andere stimmt.
Da kommen wir aber zum zweiten Punkt: die Charaktere und ihre Art des Erzählens. Das war wirklich etwas, was mich groß gestört hat. An sich wäre es ein leichtes gewesen, die Personen lebendig wirken zu lassen. Allerdings hat sich zum Beispiel Yohna immer selbst widersprochen. Hinzu kam, dass an manchen Stellen die Geschichte zu schnell voran ging und so hatte man das, was man eigentlich nicht will. Man entwickelt eine Abneigung gegen die Personen bzw. sie wirken nicht einmal echt. Man liest es distanziert und kann keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen.

Zum Beispiel: Yohna hat schlechte Erfahrungen mit gutaussehenden Männern (ihrem Ex, der nicht genauer beschrieben wird noch großartig was da so ein Drama dran ist) und deswegen vertraut sie gut aussehenden Männern nicht mehr. Plötzlich taucht ein gut aussehender Mann wie aus dem nichts auf und sie verliebt sich in ihn auf dem ersten Blick. Es ist nicht klar wie er empfindet und auch haben sie anfangs nicht mal eine Beziehung bzw. sind sie nicht mal Freunde oder kennen sich einfach nicht gut genug trotzdem ist sie beleidigt und zu tiefst getroffen als sie ihn ihm Bett erwischt und versteht nicht wie sie ihm hatte so vertrauen konnte. Sie rennt weg obwohl sie weiß, dass sie am sichersten drinnen wäre und bringt dadurch ihn und sich in Gefahretc. 

Das ist meiner Meinung nach ist in eine Situation bzw. in etwas hinein interpretiert was es am Anfang gar nicht gab. Vor allem hat sich dieses Drama, was man gut mehrere Seiten ausfüllen können in gefühlt einer Seite abgespielt. Solche Situationen gab es zu genüge wo man es einfach besser ausbauen hätte können. Dann wiederum gab es Stellen, wo sie die allwissende gespielt hat gefolgt von einer Naivität wo man nur den Kopf schütteln kann. Sie wirkte für mich eher wie ein oberflächliches, naives Mädchen das gerade in der Pubertät ist und denkt, die ganze Welt drehe sich nur um sie. Sie wirkte für mich in allen Situationen nicht so stark, wie die anderen Personen immer wieder (wirklich sehr oft) bekräftigt sagten. Was hat es mit Stärke zu tun, wenn man so auf sich selber fixiert ist anstatt das zu tun, weswegen man eigentlich an Ort und Stelle ist? Es ist schön und gut, dass sich diese Dramen abspielen aber etwas langatmiger dürfen sie schon sein und etwas mehr in den Hintergrund treten. Vor allem habe ich einfach nicht verstanden, wie man erwarten kann, dass andere Personen sich in einen hinein versetzen ohne das man sich erklärt hat bzw. vieles einfach sich nur in ihrem Kopf abspielt. Yohna war die meiste Zeit des Buches beleidigt. Das verstärkte den Eindruck, den ich schon von ihr hatte und meine Sympathie ihr gegenüber sank im Laufe des Buches mehr und mehr.


Aber so schlecht wie es da oben steht war es gar nicht. Die Stellen, in denen es etwas langatmiger zuging und nicht schon wieder erwähnt wurde, was für eine starke Frau Yohna doch ist, waren eigentlich recht gut. Ich hab diese Stellen echt genossen nur leider wurden sie von den anderen irgendwie überschattet. Ab der Mitte baute sich sogar eine Art Spannung auf und das Ende war zwar vorausschauend aber auch nicht so schlecht. Wären da nicht die oben genannten Macken besonders stark gewesen. Man hätte gut drei Bücher aus dieser Geschichte schreiben können. 



Fazit:



Alles in allem ist es ein Buch, das einfach nichts für mich war. Bei so einer Geschichte erwarte ich, dass man das düstere, die Spannung und einfach die Emotionen der Personen spüren kann. Das Gefühl kam schon ab der ersten Seite bei mir nicht auf und hatte sich auch während dem lesen nicht geändert. Vor allem aber hatte bzw. habe noch immer eine so tiefe Abneigung gegen die Hauptperson und ihre Art des Denkens und Handelns. Trotzdem denke ich, dass es mal eine Abwechslung war und sicherlich anderen gut gefallen würde. Meinen Geschmack hatte es jedenfalls nicht ganz getroffen, obwohl ich die Grundidee echt klasse finde. Das spiegelt sich auch bei mir in der Bewertung aus.



Bewertung:





2 von 5 Sternen

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