Liebesbrief mit Links - Kozue Chiba

März 28, 2013 Alisia Clark 0 Comments




Infos zum Buch:

Titel: Liebesbrief mit Links
Autor: Kozue Chiba
Band: Einzelband
Verlag: Tokyopop
Seiten: 192
Preis: 6,50€

Beschreibung:

Nishino ist superschüchtern und so zurückhaltend, dass sie von ihren Klassenkameraden kaum wahrgenommen wird mit Ausnahme von Mädchenschwarm Taiga, der sie stets fröhlich begrüßt. Kein Wunder, dass sich Nishino Hals über Kopf in ihn verliebt hat. Als er plötzlich per Handnotizen mit ihr zu kommunizieren beginnt, kann Nishino ihr Glück kaum fassen. Und mit jedem kleinen Briefchen kommen sich die beide ein Stück näher ... Lass dich von "Liebesbrief mit links" und vier weiteren Kurzgeschichten aus der Feder von Kozue Chiba verzaubern ...Nishino ist superschüchtern und so zurückhaltend, dass sie von ihren Klassenkameraden kaum wahrgenommen wird mit Ausnahme von Mädchenschwarm Taiga, der sie stets fröhlich begrüßt. Kein Wunder, dass sich Nishino Hals über Kopf in ihn verliebt hat. Als er plötzlich per Handnotizen mit ihr zu kommunizieren beginnt, kann Nishino ihr Glück kaum fassen. Und mit jedem kleinen Briefchen kommen sich die beide ein Stück näher ... Lass dich von "Liebesbrief mit links" und vier weiteren Kurzgeschichten aus der Feder von Kozue Chiba verzaubern ...

(Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Da es sich hier um ein Einzelband handelt, ist es wieder eine Sammlung von Kurzgeschichten. Es sind insgesamt fünf Stück.
Auf dem Cover sieht man auch schon den Titel und auch die Hauptperson von der ersten Kurzgeschichte.Ich finde das Cover sehr schön und ansprechend. Auch der Titel passt super.

In der ersten Geschichte, >Liebesbrief mit Links<, geht es darum, dass ein Mädchen immer etwas auf ihre Hand kritzelt. Das fällt ihrem Sitznachbar natürlich gleich auf und spricht sie darauf an. Da aber sie aber in ihn verliebt ist, reagiert sie schüchtern auf ihn. 
Taiga, der Junge in den sie verliebt ist, nimmt die Möglichkeit beim Schopf und unterhält sich von da an mit ihr, indem er, wie sie, auf seine Hand schreibt ...
Ich finde die Idee einfach klasse. Man kann so vieles daraus machen und es gibt wahrscheinlich sehr viele Wege, die Geschichte umzusetzen. Kozue Chiba hat es perfekt gemeistert, diese Geschichte auf ihre Art umzusetzen. Es ist niedlich, fesselnd und interessant. Man will einfach weiter verfolgen, was aus ihnen wird. 
Nur die Wendung am Ende finde ich einfach zu plötzlich. Da hätte man es anders gestalten können.
Der Zeichenstil ist niedlich gehalten und spricht mich sehr an. Es ist nicht zu kindisch, das sieht man ja auf dem Cover schon, aber auch nicht zu ernst gezeichnet. Ein Mittelding eben.

Die zweite Geschichte heißt: Das Riesenrad im Abendlicht<. Darin geht es wie immer um einen Jungen und ein Mädchen. Sie kennen sich schon von klein auf und waren unzertrennlich. Allerdings hat sich das geändert, als sie älter geworden sind. Früher sind sie immer in einen Vergnügungspark für Kinder gegangen und das hat sie sehr verbunden. Als aber feststeht, dass dieser Vergnügungspark abgerissen werden soll, gehen die beiden ein letztes Mal dorthin ...
Hier hat sich der Zeichenstil der Autorin geändert. Es ist anders geworden, als bei der ersten Geschichte. Eher schlechter. Da merkt man, dass sie je nach Geschichte entweder weniger Zeit hatte, unter Zeitdruck stand, oder einfach eine ältere Geschichte genommen hat. Aber es ist nicht furchtbar. Nur komisch, wenn man die vorherige Geschichte sieht und dann sie mit dieser hier vergleicht. Der Hintergrund hier ist aber wirklich gut gestaltet, was manches wieder wettmacht.  Richtung Mitte bessert es sich auch wieder aus und es ist genauso gut wie die erste Geschichte.

Der Titel der Kurzgeschichte passt sehr gut hier dazu. Man sieht auch gleich am Anfang das Riesenrad und die beiden als Kinder. Wirklich bezaubernd. Man wird von Anfang an in ihre jetzige Beziehung hineingeführt, was ich sehr gelungen finde. Es wird nicht lange drum herum geredet, was auch aus Platzgründen wahrscheinlich nicht geht, und so kommt man direkt auf dem Punkt, was der Geschichte einen gewissen Reiz verleiht. Hier wüsste ich nicht, wie man es anders hätte darstellen können und so ist es einfach nur, von der Geschichte her, perfekt. Eine perfekte Kurzgeschichte, dass einen gut unterhält. 


In der dritten Geschichte, >Liebe auf Umwegen<, ist von der Idee her wirklich reizend. Ein Mädchen, das ausversehen den falschen Jungen die Liebe gesteht. Sie hat den Liebesbrief in das falsche Fach hinein geworfen. Aber sie kann ja schlecht sagen, das er der falsche Junge ist. So kommen sie irgendwie zusammen und bald bildet sich auch in ihr so etwas, was liebe ist.
 Anscheinend scheint es in Japan solche Geschichten richtig angesagt zu sein. Mich stört es nicht. Ich finde solche Geschichten immer lustig und haben etwas Humorvolles an sich, das einen sofort an die Geschichte fesselt. Auch wird es so interessanter. 
Hier ist der Zeichenstil kindlicher gehalten. Es sieht genau so aus, wie man die Hauptperson vorstellt (sie ist immerhin vierzehn Jahre alt).
Ich finde vor allem noch toll, dass man in der kurzen Zeit noch ein Date hineinbringen konnte. Das lockert die Geschichte etwas auf, bevor man zum Ende geleitet wird.

Die vierte Geschichte, >Eine riskante Distanz<, ist zwar nicht vom Zeichenstil her mit den ersten Geschichten zu vergleichen aber schlecht ist es nicht. Es sieht eher nach einer älteren Geschichte aus.
Hier geht es darum, dass die Hauptperson, ein Mädchen, einen Bruderkomplex hat. Sie verwöhnt ihn und ist praktisch sein größter Fan. Allerdings gesteht er ihr einfach aus heiterem Himmel, dass er adoptiert worden ist, was ihm nicht so viel ausmacht wie ihr. So hat er etwas abstand zu ihr gewonnen und sie endlich mal zur Ruhe gebracht. Doch anstatt jetzt einfach getrennt ihre Wege zu gehen, ärgert er sie. Und sie weiß einfach nicht, was für Gefühle das jetzt wirklich sind, die sie empfindet ...
Eine Bruder Schwester liebe Geschichte habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Eigentlich nur einmal gelesen und zwei Mal angesehen. Hier fand ich es gut, dass sie nicht wirklich Blutsverwandte wahren/sind. 
Auch die Gefühle und das Unwohlsein der Hauptperson ist gut dargestellt.
Richtung Ende ist es wie jedes Ende. Sie finden zueinander. 

Die fünfte und letzte Geschichte heißt >Nacktes Geständnis<. Hier ist die Geschichte mal wirklich anders als andere Geschichten. Hier geht es darum, dass die Hauptperson, ein Mädchen, einen Job sucht und auch einen findet. Sie nimmt sofort den Job an und geht auch ohne Hintergedanken hin. Aber der Job ist etwas anders, als sie sich vorgestellt hat. Der Junge in dieser Geschichte ist nämlich Künstler und anstatt eine Hilfe zu suchen, die ihm bei sei seiner Arbeit hilft, sucht er Aktmodels. Da sie aus lauter Panik die Situation aber falsch versteht, zerstört sie ausversehen ein Bild und muss für ihn jetzt arbeiten. Als Putzfrau.
Ich finde die Geschichte außergewöhnlich und einfach unterhaltsam. Mir ist am Anfang nicht mal aufgefallen, dass ein Altersunterschied von fünf Jahren zwischen den Hauptpersonen liegt. Mit dem Mädchen fühlt man sich gleich verbunden. Wie sie reagiert, als sie in die Wohnung hinein kommt und lauter nackte Frauen sieht, ist es natürlich sich zu fragen, ob man nicht im falschen Film gerade ist. Ich wäre da wahrscheinlich umgekippt, so prüde, wie ich bin.
Ich finde es niedlich, wie die beiden sich immer besser kennenlernen und der Junge sich eigentlich nicht so großartig verändert. Es ist ziemlich schwer eine Kurzgeschichte zu schreiben und zu zeichnen, in der die Hauptperson sich zwar verändert, aber nicht wirklich sehr viel und das es nicht so plötzlich ist. Das kann Kozue Chiba einfach sehr gut. 
Das Ende hier fand ich ... überraschender als bei den anderen. Natürlich kommen sie wieder zusammen doch, wie sie zusammenkommen ist ... lustig. Ein anderes Wort als lustig fällt mir hierbei einfach nicht ein.

Fazit:

Ein Manga mit vielen tolle Kurzgeschichten und einzigartigen Ideen. Was ich hier noch so toll finde, ist, dass kurz vor der Geschichte die Autorin in sehr kurzen Sätzen erzählt, was sie sich bei der Geschichte gedacht hat. So was mag ich sehr an den Mangas. So fühlt man sich der Autorin näher und die Geschichten erscheinen einen auch wieder anders.

Bewertung:



Geschichte: 4 von 5 Punkten
Zeichenstil: 3-4 von 5 Punkten
Emotionen: 5 von 5 Punkten

4 von 5 Punkte

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